Wie bereits zuvor berichtet, wurde im Zusammenhang mit dem Vertrag von Lissabon die Frage aufgeworfen, ob die Ausnahmeregelungen (”Opt-outs”) für Dänemark per Referendum abgeschafft werden könnten.
Eine Umfrage vom 5. bis 7. Mai 2008 unter 1009 Dänen, die heute veröffentlicht wurde, ergab, dass eine Mehrheit diesen Schritt zur weiteren Integration in die Europäische Union befürwortet:
54% sind für die Einführung des Euro als Währung, 42% sind dagegen, 4% sind unentschlossen. (Noch im September 2000 hatten 53.2% der Dänen in einem Referendum gegen den Euro gestimmt.)
63% wollen nach der aktuellen Umfrage eine Beteiligung an der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU, während 22% sich dagegen aussprechen und 15% unentschlossen sind.
Dagegen befürworten jedoch nur 38% die stärkere Zusammenarbeit auf justizieller Ebene und im Bezug auf Immigration. 30% sind gänzlich dagegen, 31% sind unentschlossen.
49% sind zudem gegen eine Unionsbürgerschaft anstelle der nationalen Staatsbürgerschaft, 30% sind dafür, 21% sind unentschlossen. (Dieser Punkt ist aktuell allerdings bedeutungslos, da seit dem Amsterdamer Vertrag klargestellt ist, dass die Unionsbürgerschaft die Staatsbürgerschaft ergänzt und nicht ersetzt, woran auch der Vertrag von Lissabon nichts ändert.)
Würden alle “Opt-outs” gemeinsam in einem Referendum zur Abstimmung gestellt, wären 43% für ihre Abschaffung und 39% dagegen. 18% blieben unentschlossen.
Quelle: EU BusinessThema: Dänemark, Umfragen, Vertrag von Amsterdam, Vertrag von Lissabon
