Vergangenes Wochenende war ich in Großbritannien. Bekanntlich wurde dort noch nicht der Euro eingeführt. Ich musste also Pfund besorgen.
Das übrige Geld wollte ich heute in Euro zurücktauschen, was sich allerdings als sehr schwierig in meiner deutschen Großstadt herausstellte. Keine der gängigen Banken sah sich in der Lage, mir Euro für Pfund zu geben. Man kannte den Wechselkurs nicht und weigerte sich, meine 20 Pfund anzunehmen.
Ich fragte, wie sie sich das in der Europäischen Union nun vorstellen. Ich müsse doch durch den Umtausch des Geldes eines anderen EU-Mitgliedstaates an die Währung gelangen können, die in der Europäischen Währungsunion, der Deutschland angehört, gängig ist. Man riet mir, mich an “den obersten Minister” zu wenden… Okay.
Die einzige Bank, die schlussendlich zu einem miserablen Kurs (20 Pfund = 18,11 Euro inklusive Gebühren) wechselte, war die ReiseBank im Hauptbahnhof. Ich schätze, ich konnte von Glück reden, meine 20 Pfund überhaupt losgeworden zu sein. Vielleicht hätte ich sie einfach in Großbritannien stattdessen ausgeben sollen. Dann hätte ich mehr von meinem Geld gehabt.
Es wird Zeit, dass Großbritannien den Euro einführt.
Thema: Deutschland, Vereinigtes Königreich
September 2nd, 2009 um 09:16 Uhr
Es wird vielleicht die Zeit, aber falscher Nationalstolz erlaubt es ihnen nicht in nahe Zeitalter. (Es genügt ihnen schon der Schock vom Übergang zum metrischen System.) Mit anderen Worten: ich sehe es skeptisch.
September 2nd, 2009 um 09:19 Uhr
Das sehe ich ähnlich. Aber wenn der Rest der EU-Bürger durch Vorkommnisse wie bei mir gestern gegen den Pfund aufgebracht wird, dann ändert sich vielleicht doch bald etwas. So gesehen hat dieser Missstand vielleicht auch etwas Gutes.
September 10th, 2009 um 20:00 Uhr
Mal gucken wie es mit dem Euro der EUdSSR aussieht, wenn die Wirtschaftskrise vorbei ist.
September 11th, 2009 um 09:57 Uhr
Wohl weiterhin besser als dem Dollar. Oder hast du sinnvolle Kritikpunkte auch anzubringen?